🌴 Mallorca – eine Liebe fürs Leben

🌴 Mallorca – eine Liebe fürs Leben

❤️ Der erste Besuch im Jahr 1972

Meine Geschichte mit Mallorca begann im Juni 1972.

Barbara und ich hatten 1971 geheiratet. Ein Jahr später hatten wir dann etwas mehr Geld und konnten uns unsere erste gemeinsame Reise nach Mallorca leisten.

Wir wussten damals noch nicht, dass diese Reise der Beginn einer lebenslangen Liebe werden würde.

Wir flogen nach Mallorca und wohnten in S’Illot im Hotel Playa Moreia. Das Hotel lag direkt am Strand und war zu dieser Zeit praktisch das einzige größere Hotel dort.

Rundherum gab es nur wenige Häuser. Die Gastronomie bestand größtenteils aus kleinen Restaurants und Kneipen mit einfachen Holztischen und einer ganz anderen Atmosphäre als heute.

Es war eine völlig andere Zeit.

Die Kellner schauten nicht ständig, ob das Glas vielleicht schon leer war. Im Gegenteil: Es wurde einfach nachgeschenkt.

Wir saßen dort, tranken unsere Longdrinks und genossen das Leben.

Im Juni war das Wetter natürlich herrlich. Wir lagen direkt am Strand und genossen unseren Urlaub.

Ich habe von dieser ersten Reise noch viele Fotos.

Wenn ich mir diese Bilder heute anschaue, dann denke ich oft:

Was für eine schöne Zeit!

Und ich glaube, genau damals haben Barbara und ich uns endgültig in diese Insel verliebt.

⚽ Mallorca und meine Fußballmannschaften

Nach unserem ersten Urlaub dauerte es zunächst einige Jahre, bis wir wieder nach Mallorca kamen.

Etwa vier Jahre später reiste ich zum ersten Mal mit einer Fußballmannschaft auf die Insel.

Das war natürlich eine ganz andere Art von Mallorca-Urlaub.

Mit einer ganzen Fußballmannschaft auf Mallorca – da kann man sich vorstellen, dass diese Reise nicht langweilig wurde!

Wir waren in El Arenal.

Damals war Mallorca noch eine andere Welt. Den Ballermann, wie man ihn heute kennt, gab es in dieser Form noch nicht. Der berühmte Ballermann 6 entstand erst später, in den 1980er-Jahren.

Aber auch damals war in El Arenal schon einiges los.

Wir hatten mit der Mannschaft viel Spaß und erlebten eine tolle Zeit.

Von da an kamen immer wieder Mallorca-Reisen dazu.

🌊 S’Illot, Cala Millor und Cala Ratjada

Natürlich kehrte ich auch wieder nach S’Illot zurück.

Ich wollte sehen, wie sich der Ort verändert hatte.

Auch Cala Millor wurde für uns zu einem beliebten Urlaubsziel. Dort haben wir ebenfalls mehrmals Urlaub gemacht.

Mit meinen Fußballmannschaften waren wir ebenfalls immer wieder auf Mallorca.

Mal ging es nach Cala Ratjada, mal nach El Arenal und an die Playa de Palma.

So wurde Mallorca nach und nach zu einem festen Bestandteil unseres Lebens.

🏝️ Über hundert Mal Mallorca

Wenn ich heute darüber nachdenke, wie oft ich inzwischen auf Mallorca war, dann komme ich wahrscheinlich auf weit über hundert Besuche.

Ganz genau kann ich es nicht mehr sagen.

Aber eines weiß ich:

Mallorca ist für mich fast eine zweite Heimat geworden.

Ich fahre heute noch regelmäßig drei- bis viermal im Jahr auf die Insel.

Besonders Cala Ratjada ist mir ans Herz gewachsen.

Dort hat vor einigen Jahren ein guter Bekannter von mir ein Restaurant und eine Kneipe eröffnet. Natürlich schaue ich dort immer wieder gerne vorbei.

Überhaupt habe ich auf Mallorca im Laufe der Jahrzehnte unzählige Menschen kennengelernt.

Wenn mich heute jemand fragt:

„Kurt, warum fährst du eigentlich so oft nach Malle?“

Dann sage ich:

„Die warten da auf mich!“

Dann kommt natürlich sofort die Frage:

„Wer wartet denn da auf dich?“

Und dann antworte ich:

„Das weiß ich jetzt auch noch nicht. Das sage ich dir, wenn ich wieder zurück bin!“

Denn genau das ist Mallorca.

Man fährt hin und lernt immer wieder neue Menschen kennen.

Und manche davon bleiben Freunde.

🏡 Ein Haus auf Mallorca?

Mitte der 1980er-Jahre hätte sich sogar die Möglichkeit ergeben, ein Haus auf Mallorca zu kaufen.

Ein Rechtsanwalt aus Düsseldorf war verstorben und sein Haus sollte verkauft werden.

Ich hätte damals die Möglichkeit gehabt, es zu kaufen.

Aber ich war verheiratet, Vater und hatte mein ganzes Leben in Bad Salzuflen.

Meine Familie, meine Arbeit und mein gesamtes soziales Umfeld waren in Deutschland.

Deshalb habe ich mich damals gegen diesen Schritt entschieden.

Heute denke ich manchmal darüber nach, was gewesen wäre, wenn ich das Haus tatsächlich gekauft hätte.

Vielleicht wäre mein Leben dann ganz anders verlaufen.

Aber ich glaube, jede Entscheidung im Leben hat ihren Grund.

Und so ist Mallorca bis heute unser Urlaubsziel und für mich gleichzeitig ein Stück Heimat geblieben.

🏃 Vom Läufer zum Halbmarathon

Eine weitere besondere Verbindung zu Mallorca entstand durch den Sport.

Nach meiner schweren Krankheit und meiner Operation hatte ich wieder angefangen, viel für meine Gesundheit zu tun.

Ich trainierte und beschäftigte mich mit dem Laufen.

Irgendwann kam mir sogar die Idee, ein Buch zu schreiben.

„Vom Läufer zum Marathonläufer“

So sollte es heißen.

Einen Marathon habe ich zwar nie geschafft, aber der Halbmarathon wurde zu einer ganz besonderen Herausforderung.

Ich war mit einem guten Freund auf Mallorca und hatte dort eine Wette abgeschlossen.

Ich sagte:

„Im nächsten Jahr laufe ich hier mit!“

Und tatsächlich machte ich es.

Ein Jahr später fuhr ich alleine nach Mallorca.

Ich wohnte im Hotel Riu und machte mich auf den Weg zum Start des Halbmarathons in Palma.

Damals wusste ich noch gar nicht genau, wo der Start war.

Der Lauf begann unterhalb der berühmten Kathedrale von Palma.

Was für eine Kulisse!

Die Kathedrale und die gesamte Umgebung gehören für mich ohnehin zu den schönsten Orten auf Mallorca.

Und dann stand ich dort und lief meinen ersten Palma-Halbmarathon.

🏃‍♂️ Unsere große Familientradition

Inzwischen ist aus dem Halbmarathon eine Familientradition geworden.

Seit ungefähr 15 Jahren reisen wir im Oktober gemeinsam nach Mallorca.

Die Familie kommt zusammen.

Einige laufen.

Andere feuern an.

Und wieder andere genießen einfach die gemeinsame Zeit.

Seit der Corona-Zeit laufe ich selbst nicht mehr die 21 Kilometer.

Ich habe mich inzwischen auf die zehn Kilometer konzentriert.

Aber dabei sein ist für mich das Wichtigste.

Denn der Lauf ist längst mehr als nur eine sportliche Veranstaltung.

Er ist ein Familientreffen.

Ein Wiedersehen.

Eine gemeinsame Zeit.

🍻 Die Mallorca-Partys

Natürlich gehört zu Mallorca nicht nur der Sport.

Nach dem Lauf wird gefeiert.

Die legendäre Marathon-Party im Megapark gehört für viele von uns einfach dazu.

Aber auch sonst gehe ich gerne einmal in den Bierkönig oder ins Bamboleo gegenüber.

Mallorca bedeutet für mich Sonne, Meer, Sport, Musik, Freunde und natürlich auch ein bisschen Feiern.

👨‍👩‍👧‍👦 Mallorca – heute eine Familienangelegenheit

Was mich besonders freut:

Meine Kinder sind inzwischen erwachsen und haben selbst Familien.

Und auch sie fahren immer wieder mit ihren eigenen Familien nach Mallorca.

So wird die Liebe zu dieser Insel von Generation zu Generation weitergegeben.

Aber eines ist für mich besonders wichtig:

Der Oktober.

Ich sage immer zu meinen Kindern:

„Das ist unsere Abschiedszeremonie.“

Dann lachen sie und sagen:

„Papa, hör doch auf! Das gibt es doch gar nicht!“

Aber ich sage:

„Doch. Wir fahren so lange dorthin, wie es geht.“

Denn ich weiß, dass die Zeit nicht unendlich ist.

Und deshalb möchte ich diese gemeinsamen Tage genießen.

Jedes Jahr im Oktober.

Solange es möglich ist.

⚽ Die alten Fußballfreunde

Und dann gibt es noch eine weitere Tradition.

Mit einigen meiner alten Mannschaftskameraden fahre ich bis heute nach Mallorca.

Wir kennen uns seit 40 oder 50 Jahren.

Früher haben wir gemeinsam Fußball gespielt.

Heute sind wir älter geworden, aber die Freundschaft ist geblieben.

Wir sind inzwischen meistens noch vier oder fünf Männer.

Einer musste leider krankheitsbedingt ausfallen.

Aber wir anderen fahren weiter.

Und am Ende dieses Monats geht es wieder für sechs Tage nach Mallorca.

Wenn ich darüber nachdenke, finde ich das eigentlich unglaublich.

Wir haben uns vor Jahrzehnten auf dem Fußballplatz kennengelernt.

Und heute sitzen wir immer noch gemeinsam auf Mallorca.

Das ist für mich wahre Freundschaft.

❤️ Was Mallorca für mich bedeutet

Was bedeutet Mallorca heute für mich und meine Familie?

Sehr viel.

Vielleicht mehr, als ich in Worte fassen kann.

Mallorca ist für mich nicht nur ein Urlaubsziel.

Es ist ein Ort voller Erinnerungen.

Ein Ort, an dem ich meine Frau Barbara glücklich erlebt habe.

Ein Ort, an dem ich mit meinen Kindern war.

Ein Ort, an dem ich mit meinen Fußballkameraden gefeiert habe.

Ein Ort, an dem ich neue Freunde gefunden habe.

Ein Ort, an dem ich gelaufen bin.

Und ein Ort, an den ich immer wieder zurückkehre.

Wenn ich heute nach Mallorca fliege, dann weiß ich nie genau, wen ich diesmal wieder treffen werde.

Aber eines weiß ich:

Irgendjemand wartet bestimmt auf mich.

Und wenn mich jemand fragt, warum ich immer wieder nach Mallorca fahre, dann habe ich meine Antwort:

„Weil Mallorca ein Stück meines Lebens geworden ist.“

⏳ Drei Dinge kommen niemals zurück

Einen Spruch habe ich mir im Laufe meines Lebens besonders gemerkt:

Es gibt drei Dinge, die niemals wieder zurückkommen.

Das erste ist die Zeit, die gerade vergeht.

Das zweite ist das Wort, das ich gerade gesprochen habe.

Und das dritte – und vielleicht Wichtigste – ist die verpasste Gelegenheit.

Denn eine verpasste Gelegenheit kommt nie wieder.

Deshalb versuche ich, die Gelegenheiten zu nutzen, die das Leben mir noch bietet.

Ich möchte noch reisen.

Ich möchte noch Menschen treffen.

Ich möchte noch Geschichten erzählen.

Und ich möchte noch oft nach Mallorca fliegen.

Denn ich weiß nicht, wie viele Reisen noch vor mir liegen.

Aber solange es möglich ist, werde ich sagen:

„Wir sehen uns auf Mallorca!“

🌴❤️ Mallorca – eine Liebe fürs Leben.

🤠 Der verschwundene Stock von Schäfer Heinrich

Eine Ballermann-Geschichte mit einem glücklichen Ende

Mallorca schreibt die schönsten Geschichten – und manche davon kann man kaum glauben.

Mein Zwillingsbruder Erich und ich waren wieder einmal mit einer Fußballmannschaft an der Playa de Palma. Natürlich durfte ein Besuch im Bierkönig nicht fehlen. An diesem Abend trat dort Schäfer Heinrich auf – damals wie heute einer der bekanntesten Stimmungssänger am Ballermann.

Der Bierkönig war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Stimmung war riesig. Als Heinrich auf die Bühne kam und sein berühmtes Lied sang, klatschte der ganze Saal mit. Immer wieder hob er seinen kunstvoll verzierten Wanderstock und schlug ihn im Takt auf den Boden.

Ich bin der Heinrich, der Schäfer Heinrich…

Genau dieser Stock war sein Markenzeichen.

Nach dem Auftritt stellte sich Heinrich geduldig an einen Tisch und schrieb Autogramme. Natürlich wollten auch wir eines haben.

Doch Erich und ich hatten vorher einen kleinen Plan geschmiedet.

Während ich Heinrich in ein Gespräch verwickelte und mir ein Autogramm schreiben ließ, beobachtete Erich die Situation. Als Heinrich einen kurzen Moment nicht aufpasste, nahm Erich den berühmten Stock unbemerkt an sich.

Zunächst bemerkte niemand etwas.

Doch etwa zwanzig Minuten später war der Autogramm-Marathon beendet. Heinrich wollte seinen Stock greifen.

Er war verschwunden.

Plötzlich wurde aus dem fröhlichen Sänger ein sichtlich besorgter Mensch. Er suchte unter dem Tisch, hinter den Stühlen und blickte immer wieder ratlos um sich.

„Wo ist denn mein Stock geblieben?“

Man konnte ihm ansehen, wie wichtig dieses Erinnerungsstück für ihn war.

Da konnten wir unseren kleinen Streich natürlich nicht länger fortsetzen.

„Komm, Heinrich“, sagten wir. „Wir helfen dir suchen.“

Wir verschwanden mit dem Stock und ließen noch ein wenig Zeit verstreichen. Nach ungefähr zwanzig Minuten kamen wir zurück.

„Heinrich – wir haben ihn gefunden!“

Seine Erleichterung war riesig.

Er strahlte über das ganze Gesicht, bedankte sich immer wieder und lud uns spontan auf ein Bier ein.

Aus einem Bier wurden zwei. Aus zwei wurden mehrere.

Schließlich standen wir noch zwei oder drei Stunden gemeinsam an der Theke, erzählten Geschichten, lachten und unterhielten uns prächtig. Wir kamen auf unsere Heimat zu sprechen, über das Sauerland, über den Fußball und natürlich über Mallorca.

Bis heute weiß Schäfer Heinrich nicht, wer seinen Stock damals tatsächlich „verschwinden“ ließ.

Das Wiedersehen in Lemgo

Einige Jahre später waren Erich und ich auf dem Stadtfest in Lemgo.

Auf den Plakaten stand groß angekündigt:

„Heute live: Schäfer Heinrich.“

Natürlich mussten wir hin.

Nach seinem Auftritt gingen wir hinter die Bühne und begrüßten ihn.

„Hallo Heinrich!“

Er schaute uns an, lächelte – und sagte sofort:

„Mensch, euch kenne ich doch!“

Wir konnten es kaum glauben.

Von den vielen Tausenden Menschen, die er jedes Jahr trifft, hatte er uns tatsächlich wiedererkannt.

Natürlich wurde wieder gelacht, erzählt und über Mallorca gesprochen.

Nur eines weiß Heinrich bis heute nicht:

Wer damals im Bierkönig seinen berühmten Stock „gefunden“ hatte.

Vielleicht liest er diese Geschichte irgendwann einmal in meinem Buch.

Dann wird er endlich erfahren, wer hinter dem kleinen Streich steckte.

Und ich bin mir sicher – heute kann auch er herzlich darüber lachen.

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