📖 Unsere Familiengeschichte
Vorwort
„Es gibt Menschen, die hinterlassen Häuser, Geld oder Wertgegenstände.
Ich möchte etwas anderes hinterlassen – unsere Geschichte.
Dieses Buch erzählt von den Menschen, aus denen unsere Familie entstanden ist. Von Krieg und Flucht, von Liebe und Hoffnung, von harter Arbeit, großen Träumen und unvergesslichen Erlebnissen.
Vieles habe ich selbst erlebt. Anderes haben mir meine Eltern und Großeltern erzählt. Jede Geschichte ist ein Teil unserer Familie.
Dieses Buch habe ich für meine Frau Barbara, für unsere Töchter Tanja, Britta und Christine, für unsere Enkelkinder und für alle geschrieben, die eines Tages wissen möchten, woher sie kommen.
Erinnerungen sind kostbar. Solange sie erzählt werden, leben die Menschen weiter.
Ich wünsche allen, die dieses Buch lesen, viel Freude, manchmal ein Lächeln, vielleicht auch die eine oder andere Träne – und vor allem das Gefühl, Teil einer besonderen Familiengeschichte zu sein.
Euer
Kurt Felix Gnade
Jede Familie hat ihre eigene Geschichte. Manche wird erzählt, viele geraten mit der Zeit in Vergessenheit. Wir möchten unsere Erinnerungen bewahren – für unsere Kinder, Enkel und alle Generationen, die nach uns kommen.
Unsere Familiengeschichte beginnt im Jahr 1894 mit der Geburt von August Gnade. Sie führt durch Krieg und Frieden, durch Freude und schwere Zeiten, durch Liebe, Familie, Fußball, Reisen und viele unvergessliche Erlebnisse.
Jedes Kapitel erzählt einen Teil unseres Lebens. Zusammen ergeben sie die Geschichte der Familie Gnade – eine Geschichte, die bis heute weitergeschrieben wird.
Der Stammbaum der Familie Gnade
die Zeitleiste
Der Anfang unserer Familiengeschichte
August und Paula Gnade
Der Anfang unserer Familiengeschichte
Ich beginne mit dem Jahr 1894. In diesem Jahr wurde mein Großvater August Gnade geboren. Einige Jahre später lernte er Paula kennen, die 1901 geboren wurde. Die beiden heirateten und gründeten eine Familie.
Sie bekamen drei Kinder: meine Tante Erika, die später nach Bonn-Bolhen zog, meinen Vater Karl-Heinz und meinen Onkel Erich.
Damit begann ein wichtiger Abschnitt in unserer Familiengeschichte. Die Erinnerungen an meinen Großvater August und meine Großmutter Paula bilden den Anfang dieser Chronik und führen uns zurück zu den Wurzeln der Familie Gnade.
Von hier aus entwickelte sich unsere Familiengeschichte über mehrere Generationen weiter – bis zu meinen Eltern, zu mir und meinem Zwillingsbruder Erich, zu meinen Geschwistern und schließlich zu unseren Kindern und Enkelkindern.
Diese Geschichte möchte ich hier bewahren, damit sie auch für die kommenden Generationen nicht verloren geht
Meine Eltern – Eleonore und Karl-Heinz Gnade
Meine Eltern – Eleonore und Karl-Heinz Gnade
Mein Vater hieß Karl-Heinz Gnade und stammte aus Bad Salzuflen. Meine Mutter hieß Eleonore und kam ursprünglich aus Oberschlesien. Durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs musste sie ihre Heimat verlassen und kam schließlich nach Herford.
Dort lernten sich meine Eltern kennen. Sie heirateten und gründeten ihre eigene Familie.
Mein Vater arbeitete als Klempner und Installateur. Später war er bei den Stadtwerken beschäftigt. Die Arbeit war ein wichtiger Teil seines Lebens und prägte auch meinen eigenen späteren beruflichen Weg.
Meine Eltern bekamen mehrere Kinder. Zu unserer Familie gehörten mein Zwillingsbruder Erich, meine Geschwister Norbert, Willi und Petra und natürlich ich.
So wuchs ich in einer Familie auf, deren Geschichte eng mit den Erlebnissen der damaligen Zeit verbunden war. Die Herkunft meiner Mutter aus Oberschlesien, die Flucht während des Krieges und das Leben meines Vaters in Bad Salzuflen sind wichtige Teile unserer Familiengeschichte.
Meine Geburt und mein Zwillingsbruder Erich
Meine Geburt und mein Zwillingsbruder Erich
Am 14. März 1951 begann ein ganz besonderer Abschnitt in unserer Familiengeschichte. An diesem Tag wurde ich geboren – aber ich war nicht allein. Mein Zwillingsbruder war schon vor mir auf der Welt.
Bei meiner Taufe bekam ich den Namen Kurt Felix. Mein Zwillingsbruder erhielt den Namen Erich August.
Unsere Eltern hießen Eleonore und Karl-Heinz Gnade. Wir wohnten damals in einem alten Backsteinhaus direkt neben dem Freibad am Begerkamp.
Für mich begann damit eine Kindheit, die von vielen besonderen Erlebnissen geprägt war. Das Leben in den 1950er-Jahren war eine andere Zeit als heute. Vieles war einfacher, aber gerade dadurch gab es im Alltag viele Abenteuer und Erlebnisse, an die ich mich noch heute gerne erinnere.
Gemeinsam mit meinem Zwillingsbruder und meinen Geschwistern wuchs ich in unserer Familie auf. Viele dieser Erinnerungen gehören zu den schönsten und wichtigsten Kapiteln meiner persönlichen Lebensgeschichte.
Wenn ich heute zurückblicke, wird mir bewusst, wie viel sich seit dieser Zeit verändert hat. Doch die Erinnerungen an meine Kindheit sind geblieben – und genau diese Erinnerungen möchte ich in diesem digitalen Familienmuseum bewahren.
Meine Kindheit in den 1950er-Jahren
Meine Kindheit begann in einer Zeit, in der das Leben noch ganz anders war als heute. Ich wurde am 14. März 1951 geboren und wuchs gemeinsam mit meinem Zwillingsbruder Erich und meinen Geschwistern in Bad Salzuflen auf.
Wir wohnten in einem alten Backsteinhaus direkt neben dem Freibad am Begerkamp. Für uns Kinder war das ein ganz besonderer Ort. Das Freibad lag praktisch vor unserer Haustür und gehörte zu unserem Alltag. Dort gab es immer etwas zu erleben, und viele Erinnerungen aus dieser Zeit sind bis heute in meinem Gedächtnis geblieben.
Im April 1958 begann für mich ein neuer Lebensabschnitt: Ich wurde eingeschult. Meine Schule war die Schule West in Elkenbrede. Damit begann eine Zeit, in der ich jeden Tag neue Dinge lernte und immer selbstständiger wurde.
Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, erinnere ich mich an eine Zeit, in der Kinder noch viel draußen spielten und ihre Umgebung selbst entdecken konnten. Wir brauchten nicht viel, um glücklich zu sein. Freunde, Geschwister und die kleinen Abenteuer des Alltags waren für uns wichtig.
Die 1950er-Jahre waren eine besondere Zeit. Deutschland befand sich noch im Wiederaufbau, und auch unsere Familie musste ihren eigenen Weg finden. Für mich persönlich waren es die ersten Jahre meines Lebens – Jahre, die mich geprägt haben und deren Erinnerungen bis heute zu mir gehören.
Heute, viele Jahrzehnte später, schaue ich mit einem gewissen Abstand auf diese Zeit zurück. Vieles hat sich verändert, doch die Bilder meiner Kindheit sind geblieben. Das alte Backsteinhaus, das Freibad am Begerkamp, meine Familie, mein Zwillingsbruder und die ersten Jahre in der Schule – all das gehört zu den Wurzeln meiner Lebensgeschichte.
Meine Schulzeit und der Beginn meines Berufslebens
Meine Schulzeit und der Beginn meines Berufslebens
Nach meiner Einschulung im April 1958 begann für mich eine neue und aufregende Zeit. Ich besuchte die Schule West in Elkenbrede und verbrachte dort meine ersten Schuljahre.
Wie bei vielen Kindern war die Schulzeit eine Mischung aus Lernen, Freundschaften und vielen Erlebnissen. Doch irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem die Kindheit langsam zu Ende ging und die Frage nach dem späteren Beruf immer wichtiger wurde.
Im März 1966 begann ich meine Ausbildung zum Installateur bei der Firma Braka. Damit schlug ich einen beruflichen Weg ein, der mein Leben viele Jahre begleiten sollte.
Die Arbeit als Installateur war körperlich anstrengend und verlangte viel Einsatz. Ich lernte, Verantwortung zu übernehmen, handwerklich zu arbeiten und auch dann durchzuhalten, wenn eine Aufgabe schwierig wurde.
Nach meiner Ausbildung bestand ich meine Gesellenprüfung mit der Note 3. Damit hatte ich den Grundstein für mein weiteres Berufsleben gelegt.
Damals konnte ich noch nicht ahnen, wie sehr mich dieser Beruf später prägen würde. Die Arbeit auf dem Bau war körperlich schwer, und besonders mein Rücken wurde im Laufe der Jahre stark belastet.
Gleichzeitig spielte der Fußball eine immer größere Rolle in meinem Leben. Ich trainierte regelmäßig und spielte später auf einem hohen Niveau. Beruf und Fußball bestimmten viele Jahre meinen Alltag und verlangten mir körperlich viel ab.
So begann für mich eine Zeit, in der ich langsam erwachsen wurde, meinen eigenen Weg ging und wichtige Entscheidungen für mein späteres Leben traf.
Fußball – eine große Leidenschaft
Fußball – eine große Leidenschaft
Der Fußball war schon früh ein wichtiger Teil meines Lebens. Wie viele Jungen meiner Generation begann auch ich damit, auf der Straße und mit Freunden zu spielen. Doch aus dem Spielen wurde schnell eine große Leidenschaft.
Mein Vater hatte einen Fußballverein mitgegründet, den Verein „Post“. Dadurch war der Fußball schon in meiner Familie präsent. Ich spielte dort und sammelte meine ersten Erfahrungen im Vereinsfußball.
Später wechselte ich zu SuS H. Dort entwickelte ich mich sportlich weiter und spielte schließlich in der Landesliga. Das bedeutete regelmäßiges Training, viele Spiele und einen großen zeitlichen Aufwand.
Fußball war für mich mehr als nur ein Hobby. Der Sport bedeutete Kameradschaft, Zusammenhalt und das gemeinsame Erleben von Siegen und Niederlagen. Man lernte, füreinander einzustehen und als Mannschaft zusammenzuhalten.
Gleichzeitig war der Fußball auch körperlich sehr anspruchsvoll. Zusammen mit meiner Arbeit als Installateur war mein Körper einer großen Belastung ausgesetzt. Besonders mein Rücken wurde im Laufe der Jahre stark beansprucht.
Wenn ich heute zurückblicke, denke ich gerne an diese Zeit zurück. Die vielen Trainingsstunden, die Spiele, die Mannschaftskameraden und die besonderen Momente auf dem Fußballplatz gehören zu meiner Lebensgeschichte.
Der Fußball hat mich geprägt. Er hat mir gezeigt, was Zusammenhalt bedeutet, und mir viele Freundschaften und Erinnerungen geschenkt, die ich bis heute in mir trage.
Barbara und unsere Hochzeit
Barbara und unsere Hochzeit
Irgendwann kam der Tag, an dem aus meiner eigenen Lebensgeschichte eine gemeinsame Geschichte wurde. Ich lernte Barbara kennen, und aus unserer Beziehung entstand eine Partnerschaft, die mein weiteres Leben entscheidend prägen sollte.
Am 19. März 1971 heirateten wir im Rathaus von Bad Salzuflen. Ich war damals 20 Jahre alt. Für die Hochzeit mussten wir noch die Zustimmung unserer Eltern einholen, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig war.
Dieser Tag war der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Von nun an gingen Barbara und ich unseren Weg gemeinsam.
In den folgenden Jahren wuchs unsere Familie. Wir bekamen drei Töchter: Tanja, Britta und Christine.
Mit unseren Kindern begann für uns ein neues Kapitel. Das Leben als Familie brachte viele schöne Momente, aber natürlich auch Herausforderungen. Wir erlebten gemeinsam Höhen und Tiefen und sammelten über die Jahre viele Erinnerungen.
Später kamen unsere Enkelkinder dazu und unsere Familie wurde immer größer. Aus der kleinen Familie, die Barbara und ich mit unseren drei Töchtern gegründet hatten, entstand eine neue Generation.
Wenn ich heute auf unser gemeinsames Leben zurückblicke, ist unsere Hochzeit im Jahr 1971 ein wichtiger Punkt in unserer Familiengeschichte. Von diesem Tag an war Barbara an meiner Seite und wurde zu einem wichtigen Teil meines Lebensweges.
Unsere drei Töchter – Tanja, Britta und Christin
Unsere drei Töchter – Tanja, Britta und Christin
Nach unserer Hochzeit begann für Barbara und mich ein neuer Lebensabschnitt. Mit der Zeit wuchs unsere Familie, und wir bekamen drei Töchter: Tanja, Britta und Christin.
Jede unserer Töchter ging später ihren eigenen Weg und entwickelte ihr eigenes Leben. Für uns als Eltern war es schön zu erleben, wie unsere Kinder aufwuchsen, selbstständig wurden und schließlich ihre eigenen Familien gründeten.
Mit unseren Töchtern kamen viele neue Erlebnisse und Erinnerungen in unser Leben. Geburtstage, Familienfeiern, gemeinsame Urlaube und viele kleine Momente des Alltags gehören zu den Erinnerungen, die unsere Familie geprägt haben.
Später wurden wir Großeltern. Damit begann für uns ein ganz neues Kapitel unserer Familiengeschichte. Die nächste Generation kam hinzu und unsere Familie wurde immer größer.
Unsere Töchter und ihre Kinder sind heute ein wichtiger Teil der Geschichte unserer Familie. Wenn ich auf die vergangenen Jahrzehnte zurückblicke, sehe ich, wie sich unsere Familie von Generation zu Generation weiterentwickelt hat.
Aus den Familien, in denen einst August und Paula Gnade lebten, ist über mehrere Generationen eine große Familie entstanden. Die Geschichten und Erinnerungen jeder einzelnen Generation gehören zusammen und machen unsere Familiengeschichte zu dem, was sie heute ist.
Mein Beruf als Installateur
Mein Beruf als Installateur
Im März 1966 begann ich meine Ausbildung zum Installateur bei der Firma Braka. Damit begann ein beruflicher Weg, der mich viele Jahre begleiten sollte.
Die Arbeit als Installateur war körperlich sehr anspruchsvoll. Besonders die Arbeit auf dem Bau verlangte viel Kraft und Ausdauer. Wir mussten schwere Arbeiten verrichten und waren oft unter schwierigen Bedingungen im Einsatz.
Ich lernte meinen Beruf von Grund auf und sammelte im Laufe der Jahre viele Erfahrungen. Schließlich bestand ich meine Gesellenprüfung mit der Note 3.
Der Beruf machte mir Freude, aber er forderte auch seinen Tribut. Die jahrelange körperlich schwere Arbeit belastete meinen Körper, insbesondere meinen Rücken.
Gleichzeitig war der Fußball ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich trainierte regelmäßig und spielte auf einem hohen Niveau. Beruf und Fußball zusammen bedeuteten für meinen Körper eine enorme Belastung.
Damals dachte ich noch nicht daran, dass diese Belastungen eines Tages schwerwiegende Folgen haben könnten. Ich war jung, aktiv und wollte meinen Beruf ausüben und gleichzeitig meinem Hobby, dem Fußball, nachgehen.
Doch im Laufe der Jahre machten sich die Belastungen immer stärker bemerkbar. Schließlich kam das Jahr 1982 – ein Jahr, das mein Leben grundlegend verändern sollte.
1982 – Der Tag, der mein Leben veränderte
1982 – Der Tag, der mein Leben veränderte
Es war das Jahr 1982. Der 17. Dezember sollte ein Tag werden, den ich in meinem Leben niemals vergessen würde.
Doch eigentlich begann diese Geschichte schon viel früher.
Wie ich bereits erzählt habe, arbeitete ich viele Jahre als Installateur. Die Arbeit auf dem Bau war körperlich sehr schwer und belastete meinen Körper. Gleichzeitig spielte ich mit großer Leidenschaft Fußball und trainierte regelmäßig. Mein Körper musste also sowohl im Beruf als auch beim Sport sehr viel leisten.
Irgendwann machten sich die Belastungen immer stärker bemerkbar. Besonders mein Rücken bereitete mir zunehmend Probleme.
Während eines Trainerlehrgangs in Kaiserau kam es schließlich zu einem entscheidenden Moment. Mein Körper machte nicht mehr mit. Ich brach zusammen und war zeitweise halbseitig gelähmt.
Mir wurde klar, dass etwas sehr Ernstes passiert war.
Es folgten Untersuchungen und schließlich die Entscheidung für eine Operation. Am 17. Dezember 1982 wurde ich in Hannover operiert.
Die Operation dauerte mehr als sechs Stunden. Operiert wurde ich von Professor Dr. Sami.
Diese Operation war ein tiefer Einschnitt in meinem Leben. Von diesem Zeitpunkt an war nichts mehr so wie vorher.
Ich musste mich mit meiner neuen Situation auseinandersetzen und mein Leben neu ordnen. Der Beruf, den ich viele Jahre ausgeübt hatte, die körperlich schwere Arbeit und auch der Fußball – all das musste ich nun aus einer anderen Perspektive betrachten.
Rückblickend war dieser Tag ein Wendepunkt in meinem Leben.
Doch trotz aller Schwierigkeiten sollte aus dieser schweren Zeit auch etwas Neues entstehen. Im selben Jahr begann ein neuer Abschnitt meines Lebens: Ich eröffnete den Kings Pub und wurde Gastwirt.
So wurde aus einem schweren Schicksalsschlag gleichzeitig der Beginn eines völlig neuen Lebensabschnitts.
Der Kings Pub – mein neues Leben als Gastwirt
Der Kings Pub – mein neues Leben als Gastwirt
Das Jahr 1982 war für mich ein Jahr großer Veränderungen. Nach meiner schweren Rückenoperation in Hannover musste ich mein Leben neu ordnen. Mein bisheriger Beruf als Installateur und die körperlich schwere Arbeit auf dem Bau waren für mich so nicht mehr möglich.
Doch manchmal führt das Leben einen Menschen auf einen völlig neuen Weg.
Im April 1982 eröffnete ich den Kings Pub. Damit begann für mich ein neuer beruflicher Lebensabschnitt, der mich fast ein halbes Jahrhundert begleiten sollte.
Für den Umbau und die Renovierung investierte ich rund 300.000 D-Mark. Es war eine große Investition und gleichzeitig ein großes Risiko. Aber ich hatte eine klare Vorstellung davon, was ich schaffen wollte.
Aus dem Kings Pub wurde für mich weit mehr als nur eine Gaststätte. Es wurde ein wichtiger Teil meines Lebens.
Über viele Jahre lernte ich dort unzählige Menschen kennen. Gäste kamen und gingen, Freundschaften entstanden und viele besondere Geschichten spielten sich hinter der Theke und in den Räumen des Kings Pub ab.
Als Gastwirt erlebt man die unterschiedlichsten Menschen und Situationen. Man ist Zuhörer, Gesprächspartner, Gastgeber und manchmal auch Seelsorger. Jeder Gast bringt seine eigene Geschichte mit.
Der Kings Pub wurde dadurch zu einem Ort voller Erinnerungen.
Fast 48 Jahre lang war die Gastronomie ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Wenn ich heute zurückblicke, denke ich an viele Menschen, Begegnungen und Erlebnisse zurück.
Der Weg vom Installateur zum Gastwirt war nicht geplant. Er entstand aus einer schwierigen Situation heraus. Doch im Rückblick war der Kings Pub eine der wichtigsten Entscheidungen meines Lebens.
Nach der schweren Zeit im Jahr 1982 begann dort für mich ein neues Kapitel – ein Kapitel, das mich fast fünf Jahrzehnte begleiten sollte.
„Menschen, Begegnungen und Geschichten aus dem Kings Pub“
Kommt noch
„Menschen, Begegnungen und Geschichten aus dem Kings Pub“
Hier können wir einzelne Geschichten aus deinen fast 48 Jahren als Gastwirt erzählen. Zum Beispiel besondere Gäste, lustige Erlebnisse, Freundschaften oder außergewöhnliche Situationen.
1994 - Ein neuer Weg mit Herbalife
1994 – Ein neuer Weg mit Herbalife
Am 20. Februar 1994 lernte ich Herbalife kennen. Dieser Tag war gleichzeitig der 18. Geburtstag meiner Tochter Britta und sollte für mich zu einem wichtigen Wendepunkt werden.
Damals war ich bereits viele Jahre Gastwirt. Mein Leben spielte sich hauptsächlich im Kings Pub ab, und mein Alltag war von der Arbeit in der Gastronomie geprägt.
An diesem besonderen Tag kam mein Automatenaufsteller Dietmar Schmidt in meine Gaststätte. Er kannte mich schon länger und sagte zu mir: „Mensch, Kurt, oder Herr Gnade, Sie sind immer so müde und kaputt, wenn ich Sie sehe.“
Ich antwortete ihm, dass das wahrscheinlich von der vielen Arbeit in der Gastronomie komme.
Doch Dietmar erzählte mir von Herbalife und brachte mich damit auf einen neuen Gedanken. Ich begann, mich mit dem Thema Ernährung und einem gesünderen Lebensstil zu beschäftigen.
Was zunächst wie eine zufällige Begegnung begann, entwickelte sich zu einem neuen Abschnitt in meinem Leben.
Ich beschäftigte mich immer intensiver mit Herbalife und begann schließlich, mich auch beruflich damit auseinanderzusetzen.
Für mich war das eine interessante Ergänzung zu meinem bisherigen Leben als Gastwirt. Ich lernte viele neue Menschen kennen und machte Erfahrungen, die ich vorher nicht erwartet hatte.
Der 20. Februar 1994 war deshalb für mich nicht nur der Geburtstag meiner Tochter Britta. Er war auch der Beginn eines neuen Weges, der mein Leben über viele Jahre begleiten sollte.
Reisen und gemeinsame Erlebnisse
Reisen und gemeinsame Erlebnisse
Reisen haben in meinem Leben immer eine besondere Rolle gespielt. Manche Reisen führten uns weit weg, andere waren Ausflüge in die nähere Umgebung. Doch eines hatten sie alle gemeinsam: Sie haben uns besondere Erinnerungen geschenkt.
Schon als Kind und Jugendlicher durfte ich viele Erlebnisse auf Reisen sammeln. Später reisten Barbara und ich gemeinsam, mit unseren Kindern und auch mit Freunden und Mannschaftskameraden.
Eine besondere Bedeutung hat für mich Mallorca. Meine erste Reise auf die Insel führte mich bereits 1972 dorthin. Seitdem hat mich Mallorca immer wieder fasziniert. Die Insel hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert, doch viele Erinnerungen an diese Reisen sind bis heute geblieben.
Auch Bayern war ein besonderes Reiseziel. Dort erlebten wir unter anderem die legendäre Wolpertingerjagd – eine Geschichte, die bis heute für viele Lacher sorgt.
Weitere Reisen führten uns nach Rhodos, an die Ostsee, nach Langballig, an die Schlei, nach Sylt und nach Norderney. Wir unternahmen Rheinfahrten und besuchten Orte wie Königswinter und den Drachenfels.
Dazu kamen viele Familienfahrten, Urlaube und Mannschaftsfahrten. Besonders schön waren die gemeinsamen Erlebnisse mit Familie und Freunden.
Wenn ich heute zurückblicke, sind es nicht nur die Orte, an die ich mich erinnere. Es sind vor allem die Menschen, die dabei waren, die gemeinsamen Erlebnisse und die Geschichten, die daraus entstanden sind.
Viele dieser Reisen verdienen eine eigene Geschichte. Deshalb werden wir sie in diesem digitalen Familienmuseum nach und nach ausführlicher erzählen und mit Fotos ergänzen.
Denn Reisen bedeutet für mich nicht nur, einen anderen Ort zu sehen. Reisen bedeutet, Erinnerungen zu schaffen, die ein Leben lang bleiben.
„Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben, unsere Familiengeschichte kennenzulernen. Vielleicht haben auch Sie Erinnerungen, die es wert sind, für kommende Generationen bewahrt zu werden.“
Der Familienausflug nach Mallorca – Wie alles begann
Manchmal entstehen die schönsten Traditionen aus einer ganz spontanen Idee. So war es auch mit unserem jährlichen Familienausflug nach Mallorca.
Lange hatte ich überlegt, was ich einmal Besonderes unternehmen könnte. Zunächst kam mir der Gedanke, gemeinsam mit meinem Freund Holger nach Mallorca zu fliegen. Kennengelernt hatte ich ihn in der Friedenseiche in Lage. Wir kamen ins Gespräch und beschlossen schließlich, zusammen nach Malle zu reisen.
Im Oktober 2009 war es dann so weit. Für Holger war es der erste Besuch auf meiner Lieblingsinsel. Wir wohnten im Hotel Playa Golf, nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Direkt gegenüber begann die berühmte Schinkenstraße. Wir verbrachten herrliche Tage, genossen das Meer, das schöne Wetter und natürlich auch das bunte Leben an der Playa de Palma.
Doch am Sonntag sollte sich etwas ereignen, das mein Leben und später sogar das unserer ganzen Familie verändern würde.
Wir saßen am Ballermann 6, tranken gemütlich ein paar Bier und beobachteten das bunte Treiben. Plötzlich liefen unzählige Menschen an uns vorbei – Männer und Frauen aus vielen verschiedenen Nationen. Wir fragten nach und erfuhren, dass an diesem Wochenende der Mallorca-Marathon stattfand.
In einer fröhlichen Bierlaune sagte ich zu Holger:
„Im nächsten Jahr laufe ich hier mit!“
Damals wusste ich noch nicht, dass genau dieser Satz der Beginn einer ganz besonderen Familiengeschichte werden sollte.
Wieder zu Hause ließ mich dieser Gedanke nicht mehr los.
Ich begann zu trainieren. Morgens um sechs Uhr klingelte der Wecker. Von unserem Haus in der Schulstraße in Lage waren es nur etwa 500 Meter bis zum Wald – perfekte Bedingungen zum Laufen. Ich lief los, kam verschwitzt zurück, duschte und fuhr anschließend zur Arbeit.
Zeitweise trainierte ich viermal pro Woche. Natürlich klappte das wegen meiner Arbeitszeiten nicht immer regelmäßig, aber mein Ziel verlor ich nie aus den Augen.
Außerdem hatte ich mit Holger um 50 Liter Bier gewettet, dass ich tatsächlich beim Lauf starten würde.
Einen ganzen Marathon traute ich mir allerdings nicht zu. Dafür reichte meine Vorbereitung nicht aus. Deshalb entschied ich mich für den Halbmarathon.
Im Oktober 2010 flog ich schließlich allein nach Mallorca.
Holger konnte oder wollte diesmal nicht mitkommen, und auch meine Familie war von meiner Idee zunächst nicht besonders begeistert.
Ich wohnte im Hotel Pabisa Sofía. Für alle Teilnehmer war die Busfahrt nach Palma kostenlos.
Als ich dort ankam, verschlug es mir die Sprache.
Unterhalb der imposanten Kathedrale herrschte ein unglaubliches Gedränge. Tausende Läufer, Zuschauer und Helfer waren unterwegs. Mit so einer gewaltigen Veranstaltung hatte ich überhaupt nicht gerechnet.
Das Problem war nur: Ich hatte mich vorher gar nicht angemeldet.
Also begann ich zu suchen, fragte mich durch und fand schließlich die Anmeldung. Dort meldete ich mich kurzfristig für den Halbmarathon an.
Bis ich meine Startunterlagen hatte, war ich fast schon erschöpft.
Damals starteten rund 8.000 Läufer beim Marathon, Halbmarathon und beim 10-Kilometer-Lauf.
Als endlich der Startschuss fiel, war die ganze Aufregung vergessen.
Der Halbmarathon war unglaublich anstrengend.
Als ich das Ziel erreichte, war ich völlig erschöpft – aber gleichzeitig unendlich glücklich.
Am Abend gönnte ich mir im Bierkönig ein paar Bier. Irgendwann legte ich mich hin und schlief ein. Als ich wieder aufwachte, dachte ich zuerst, es wäre schon der nächste Morgen.
Doch es war erst Abend.
Also machte ich mich noch auf den Weg in den Mega Park zur großen Maratoni-Party.
Diese Stimmung war einfach unbeschreiblich.
Wieder zu Hause erzählte ich natürlich begeistert von meinen Erlebnissen.
Im nächsten Jahr wollte mein Zwillingsbruder Erich mitkommen.
Auch diesmal lief ich den Halbmarathon.
Dank des regelmäßigen Trainings war ich rund zwölf Minuten schneller als im Jahr zuvor. Aber ehrlich gesagt spielte die Zeit überhaupt keine Rolle. Es ging nur darum, anzukommen und dieses einmalige Erlebnis noch einmal zu genießen.
Nach dem Lauf feierten wir gemeinsam im Mega Park.
Allein diese gigantische Maratoni-Party war die Reise schon wert.
Als wir wieder nach Hause kamen, sprach sich unsere Reise in der Familie herum.
Im darauffolgenden Jahr fuhren bereits meine Töchter Britta und Tanja mit nach Mallorca. Auch meine dritte Tochter war dabei.
Mein Bruder Erich lief ebenfalls wieder mit und kam sogar einige Minuten vor mir ins Ziel.
Aber das spielte überhaupt keine Rolle.
Wichtig war etwas ganz anderes.
Wir waren gemeinsam unterwegs.
Von Jahr zu Jahr wurden wir mehr.
Erst kamen die Schwiegersöhne dazu.
Dann die Enkelkinder.
Und irgendwann fuhr die ganze Familie gemeinsam nach Mallorca.
Schließlich machte ich den Vorschlag:
„Lasst uns jedes Jahr im Oktober gemeinsam nach Mallorca fahren.“
Mitlaufen musste niemand.
Der Halbmarathon wurde immer mehr zum schönen Rahmenprogramm.
Das Wichtigste war inzwischen das Zusammensein.
Gemeinsam lachen.
Gemeinsam feiern.
Gemeinsam Erinnerungen schaffen.
So entstand aus einer spontanen Bierlaune eine Familientradition.
Viele Jahre hintereinander reisten wir gemeinsam im Oktober nach Mallorca.
Heute ist der Lauf längst nicht mehr das Wichtigste.
Das Schönste ist, dass wir als Familie zusammen sind.
Dabei denke ich immer an meine Lebensphilosophie:
Drei Dinge kommen im Leben niemals zurück:
Das gesprochene Wort.
Die vergangene Zeit.
Die verpasste Gelegenheit.
Wir haben diese Gelegenheit genutzt.
Und dafür bin ich unendlich dankbar.
Heute begrüße ich meine Familie jedes Jahr mit den Worten:
„Hallo zusammen – seid ihr bereit für die Abschiedstournee?“
Dann lachen meine Töchter und sagen:
„Papa, was redest du denn? Von einer Abschiedstournee sind wir doch noch weit entfernt.“
Ich antworte dann immer:
„Das hoffe ich auch. Aber man weiß nie, was das Leben bereithält. Deshalb sollten wir keine Gelegenheit verpassen, gemeinsam schöne Erinnerungen zu schaffen.“
Ich wünsche mir, dass wir noch viele Jahre gemeinsam im Oktober nach Mallorca fliegen.
Denn genau diese gemeinsamen Momente sind der größte Schatz unseres Lebens.
Ja
– Die Nacht, die ich nie vergessen werde. Mallorca war für mich immer ein Ort der Lebensfreude. Sonne, Meer, Freunde, unvergessliche Abende. Doch im Sommer 2007 habe ich gelernt, dass selbst an einem geliebten Ort plötzlich alles kippen kann. Nach einem fröhlichen Abend in der Bierstraße und Schinkenstraße, den wir im Bamboleo ausklingen ließen, machte ich mich allein auf den Rückweg zu meinem Hotel, dem damaligen Geminis. Die Straßen waren fast leer, als ich plötzlich bemerkte, dass ein Auto hinter mir langsam anfuhr. Ein Mann kam auf mich zu, zuerst scheinbar harmlos mit einem Werbezettel. Ich lehnte ab und ging weiter. Doch plötzlich stand er wieder vor mir, stieß mich zu Boden und griff nach meiner Tasche. Instinktiv wehrte ich mich. Trotz Alkohol reagierte mein Körper, meine Beine waren durch den Fußball noch kräftig. Es gelang mir, ihn wegzustoßen, stürzte dabei selbst unglücklich auf den Ellenbogen. Ich rannte, so schnell ich konnte. Die Angst trieb mich an. Etwa 200 Meter vor dem Hotel hörte ich plötzlich Stimmen. Gleichzeitig hielt das Auto an. Der Täter sprang hinein und sie fuhren davon. Im Hotel rief der Nachtportier die Polizei. Ein Beamter nahm meine Aussage auf, versuchte mich zu beruhigen. Doch an Schlaf war nicht zu denken. Am nächsten Morgen suchte ich einen Arzt auf. Mein Ellenbogen wurde verbunden und ruhiggestellt. Später stellte mein Arzt zu Hause eine Schleimbeutelentzündung fest. Die Polizei ermittelte. Später hörte ich, dass damals eine Tätergruppe unterwegs war. Eine Rückmeldung zum Ausgang bekam ich nie. Viele hätten danach vielleicht aufgegeben. Ich nicht. Diese Nacht hat mir Angst gemacht, ja. Aber sie hat mir nicht meine Liebe zu Mallorca genommen. Im Gegenteil: Ich wollte nicht zulassen, dass mir ein Verbrecher diesen Ort nimmt. Vielleicht gehört auch das zum Leben… Nicht die schweren Stunden entscheiden, wohin wir gehen, sondern der Mut, den wir trotzdem aufbringen, weiterzugehen.
Die Mallefahrt mit meinen Freunden aus Bracke
Diese Geschichte ist der beste Beweis dafür, wie schön und wertvoll es ist, mit guten Freunden Jahr für Jahr gemeinsam nach Mallorca zu fahren.
Seit über 30 Jahren reisen meine Freunde Winni, Walter, Dieter, Günther und ich Anfang September auf unsere Lieblingsinsel – die wunderschöne Playa de Palma. Was einst als einfache Mannschaftsfahrt begann, ist längst zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, auf die wir uns jedes Jahr aufs Neue freuen.
In all den Jahren haben wir unzählige schöne Stunden miteinander erlebt. Wir haben gelacht, gefeiert, über alte Zeiten gesprochen und viele neue Erinnerungen gesammelt. Die Playa de Palma ist für uns längst zu einem zweiten Zuhause geworden.
Mittlerweile kennen wir fast jede Kneipe, jedes Café und jede Diskothek. Natürlich gehören der Bierkönig und der Megapark genauso dazu wie die berühmte Bierstraße mit ihren bekannten Lokalen – dem Deutschen Eck, der Weißen Taube, der Kölschen Kneipe und vielen weiteren Treffpunkten. Doch mit der Zeit hat sich das Bamboleo zu unserem absoluten Lieblingslokal entwickelt. Kaum sind wir angekommen, führt uns unser erster Weg dorthin.
Auch in diesem Jahr werden wir wieder gemeinsam an die Playa de Palma fliegen. Wir hoffen, dass wir diese wunderbare Tradition noch viele Jahre fortsetzen können. Natürlich sind wir alle älter geworden – doch das Alter spielt für uns keine Rolle. Solange Gesundheit, Lebensfreude und echte Freundschaft uns begleiten, werden wir unsere Mallefahrt genießen.
Denn am Ende zählt nicht das Alter, sondern die gemeinsamen Erlebnisse, das Lachen und die Freundschaft, die uns seit Jahrzehnten verbindet.
Ich bin dankbar, solche Freunde zu haben. Und ich wünsche mir von Herzen, dass wir noch viele unvergessliche Tage gemeinsam auf unserer Lieblingsinsel Mallorca verbringen dürfen.