Geschichten aus dem Kings Pub

Geschichten aus dem King’s Pub

Jetzt fange ich an, einige Geschichten aus der Zeit im King’s Pub zu erzählen. Es waren fast 11 Jahre, in denen sich dort unzählige Geschichten ereignet haben. Manche waren lustig, manche aufregend, manche unglaublich – und manche auch sehr traurig. Aber genau das war das Leben im King’s Pub.

Nachts um drei Uhr – die Polizei kommt

Eines Nachts, ungefähr um drei Uhr, kam plötzlich die Polizei in unseren Laden.

Wir hatten an diesem Abend eine kleine Runde bei uns. Einige meiner Gäste saßen zusammen und spielten um richtig gutes Geld. Ich selbst spielte nicht mit – ich bekam nur immer etwas davon ab, wenn bei uns gezockt wurde.

An diesem Abend hatte ich allerdings vergessen, die Eingangstür abzuschließen. Wir hatten zwar dicke Vorhänge vor dem Raum, sodass von draußen niemand hineinschauen konnte, aber wahrscheinlich war noch Licht zu sehen.

Plötzlich hörte ich, wie sich die Tür öffnete.

Ich dachte sofort: Oha, jetzt wird es ernst!

Schnell versuchten wir, das Geld vom Tisch zu bekommen. Aber die vier Spieler blieben einfach sitzen und warteten ab. Und dann ging plötzlich der Vorhang zu unserem Raum auf.

Da standen zwei Polizisten – mit gezogenen Pistolen!

„Oh Mann“, dachte ich, „das kann ja was werden!“

Doch dann schaute ich genauer hin und erkannte einen der beiden Beamten. Gott sei Dank! Es war Max, den ich sehr gut kannte. Mit ihm hatte ich sogar Fußball gespielt.

Damit war die Situation plötzlich eine ganz andere. Wir unterhielten uns, und die beiden Polizisten blieben noch ein wenig. Sie tranken sogar eine Cola.

Natürlich machten sie uns unmissverständlich klar, dass wir die Zockerei und das Spielen um Geld nun möglichst schnell beenden sollten.

Das haben wir dann selbstverständlich auch getan.

Die beiden Polizeibeamten gingen schließlich wieder hinaus. Wir aber hatten einen fürchterlichen Schreck bekommen.

Noch einmal Glück gehabt!

Die King’s-Pub-Autorallye

Eine andere Geschichte, an die ich mich gerne erinnere, war unsere Autorallye.

Wir fuhren damals durch die Gegend bis nach Detmold und in den Teutoburger Wald. Auch in Richtung Papenhausen und Bärenhausen ging es. Dort wurden solche Rallyes veranstaltet, und wir hatten unseren Spaß daran.

Doch mitten im Teutoburger Wald passierte es plötzlich:

Eines unserer Autos fuhr in den Graben!

Das war natürlich eine schöne Überraschung. Aber bei solchen Unternehmungen hält man zusammen. Also stiegen alle aus und machten sich gemeinsam daran, das Auto wieder aus dem Graben herauszubekommen.

Mit vereinten Kräften schafften wir es schließlich.

Das war zwar nicht unbedingt der Sinn einer Autorallye – aber es gehörte zu den Geschichten, die man später noch lange erzählt.

Der Zigarettenvertreter und die acht Polizisten

Dann gab es da noch die Geschichte mit einem Zigarettenvertreter, den ich gut kannte. Ich nenne ihn hier einfach Brede.

Brede war ein Kerl wie ein Baum. Groß, kräftig und mit einer Menge Kraft. An diesem Abend hatte er allerdings auch eine Menge über den Durst getrunken.

Irgendwann stand er vor der Tür des King’s Pub und machte ordentlich Theater.

Wir wussten bald nicht mehr, wie wir ihn beruhigen sollten.

Dann kamen die Polizeiautos.

Ein Polizeiwagen kam – aber die Beamten schafften es nicht, ihn zur Ruhe zu bringen. Dann kam ein zweiter Wagen.

Am Ende waren tatsächlich acht Polizisten da, um Brede unter Kontrolle zu bringen und ihn schließlich mit auf die Wache zu nehmen.

Später wurde er wieder freigelassen. Für uns blieb allerdings noch eine Strafe übrig, die wir bezahlen mussten.

Das war schon eine ziemlich heftige Geschichte. Wenn ich heute daran zurückdenke, muss ich sagen: Das hätte auch ganz anders ausgehen können.

Der Schönheitswettbewerb

Im King’s Pub veranstalteten wir auch hin und wieder einen Schönheitswettbewerb.

Wir machten vorher ordentlich Werbung dafür, und natürlich kamen nicht nur unsere Stammgäste. Auch viele Kurgäste aus den Kliniken waren dabei – Männer und Frauen.

Der Wettbewerb war für beide Geschlechter ausgeschrieben.

Bei den Männern gewann schließlich einer unserer Stammgäste: Rainer.

Bei den Frauen gewann eine Frau, die zu dieser Zeit in einer der Kurkliniken zur Kur war.

Die Frau war von der Veranstaltung und von der Atmosphäre im King’s Pub so begeistert, dass sie gar nicht mehr nach Hause wollte. Sie blieb einfach länger.

Irgendwann mussten wir sie sogar mit einem Taxi vor die Tür bringen.

Ein paar Tage später hörten wir dann, dass sie tatsächlich abgehauen war.

Und angeblich rief sie immer wieder:

„Rainer! Rainer! Ich brauche dich! Rainer, ich brauche dich!“

Das war natürlich eine ganz besondere Geschichte.

Für Rainer, der schließlich schon verheiratet war, war diese Situation natürlich ziemlich interessant – und vermutlich auch ein bisschen kompliziert.

Die Dartpfeile im Spiegel

Eine weitere Geschichte spielte sich direkt neben unserer Dartanlage ab.

Wir hatten zwei Dartwände nebeneinander stehen. Direkt daneben befand sich ein großer Spiegel.

Und plötzlich machte es:

Zack! Zack!

Zwei Dartpfeile steckten mitten im Spiegel!

Ich bin natürlich sofort hingelaufen.

Wir hatten mehrere Spieler im Raum, aber natürlich wollte es keiner gewesen sein.

Jeder schaute unschuldig drein.

Bis heute haben wir nicht herausbekommen, wer die Dartpfeile tatsächlich in den Spiegel geschossen hatte.

Aber immerhin: Der Schaden wurde später über eine Versicherung bezahlt.

Da waren wir dann doch ganz froh, dass unsere Stammgäste nicht nur gut im Dartspielen waren, sondern offenbar auch gut versichert!

Barbara und die neuen Bedienungen

Eine Geschichte, an die ich mich besonders gut erinnere, betrifft meine Frau Barbara und zwei neue Bedienungen.

Damals war in Bad Salzuflen das Salzsiederfest, und ich hatte dort mit meinem Bierstand ordentlich zu tun.

Barbara war währenddessen alleine im King’s Pub.

Ich hatte zwei neue Bedienungen eingestellt. Beide kannte ich gut. Sie waren die Frauen beziehungsweise Lebensgefährtinnen von zwei meiner Fußballkollegen.

Ich sagte zu den beiden:

„Geht schon einmal in den King’s Pub. Der Laden ist offen. Schaut euch alles an und macht euch mit den Sachen vertraut. Ich komme später nach.“

Also kamen die beiden gegen 16 Uhr in den Laden.

Es waren zwei gut aussehende Frauen – eine blond, die andere dunkelhaarig.

Als sie hereinkamen, war Barbara gerade mit dem Staubsauger im King’s Pub unterwegs und machte sauber.

Die beiden begrüßten sie.

Und dann sagte eine von ihnen, die Blonde, tatsächlich:

„Ach so, Sie sind die Putzfrau!“

Barbara traute ihren Ohren nicht.

„Nein! Ich bin doch nicht die Putzfrau!“

Aber damit war die Sache noch lange nicht erledigt.

Barbara war so sauer, dass sie sofort zu mir zum Salzsiederfest hinunterlief, wo ich meinen Bierstand hatte.

Und dort machte sie mir erst einmal ordentlich klar, was sie von dieser Geschichte hielt.

Ein paar Tage später hatte ich dann aber alles wieder im Griff.

Aber diese Geschichte mit der vermeintlichen „Putzfrau“ werde ich wohl nie vergessen.

Eine sehr traurige Nachricht

Aber im King’s Pub gab es natürlich nicht nur lustige Geschichten.

Ich hatte einen guten Stammgast. Er war knapp 30 Jahre alt.

Eines Abends saßen wir noch zusammen, unterhielten uns und tranken ein wenig. Schließlich verabschiedeten wir uns und sagten:

„Bis zum nächsten Mal.“

Er erzählte mir noch, dass er am nächsten Tag ein neues Motorrad abholen wollte. Das Motorrad stand irgendwo im Kalletal, und er wollte damit anschließend nach Hause fahren.

Am nächsten Abend kam er nicht mehr.

Und am folgenden Tag bekamen wir die schreckliche Nachricht:

Andreas war mit seinem neuen Motorrad unterwegs gewesen. Er war gerade einmal drei oder vier Kilometer gefahren, als es zu einem schweren Unfall kam.

Er war auf der Stelle tot.

Das war für uns alle eine ganz, ganz schlimme Nachricht.

Gerade weil man am Abend vorher noch zusammengesessen hatte, miteinander gesprochen und sich ganz selbstverständlich verabschiedet hatte.

Und dann ist ein Mensch plötzlich nicht mehr da.

Auch solche Geschichten gehören leider zum Leben.

Mein Freund, der „Indianer“

Dann gab es noch meinen guten Freund Horst Plöger.

Wir nannten ihn alle nur „den Indianer“.

Horst war ungefähr 1,95 Meter groß und hatte Hände wie ein Lokusdeckel. Dazu trug er lange Haare, die ihm bis über den Rücken gingen.

Er war ein echter Kumpel von uns – von meinem Zwillingsbruder Erich und von mir. Wir waren gemeinsam groß geworden und hatten schon viele Jahre miteinander verbracht.

Horst war ein guter Freund, aber er war auch jemand, der ordentlich zuschlagen konnte.

Eines Tages zogen wir vom King’s Pub aus weiter nach Til, also nach Talle beziehungsweise in die dortige Gaststätte. Dort trafen wir natürlich wieder viele Bekannte, und auch einige Frauen waren dabei.

Horst hatte dort noch einen Kumpel getroffen.

Was dann genau passiert ist, habe ich selbst zum Glück nicht mehr mitbekommen, denn ich war bereits gegangen.

Dieser Kumpel von Horst soll einen Mann so schwer zusammengeschlagen haben, dass dieser anschließend mehrere Wochen im Krankenhaus lag.

Später musste ich deshalb sogar bei der Polizei aussagen.

Ich konnte allerdings nicht viel dazu sagen, weil ich bei der eigentlichen Schlägerei schon nicht mehr dabei gewesen war.

Das war natürlich keine besonders angenehme Angelegenheit.

Der Kaffeeklatsch am Dienstag

Doch das King’s Pub bestand nicht nur aus Nachtleben, Fußball und großen Geschichten.

Wir hatten auch unseren regelmäßigen Kaffeeklatsch.

Jeden Dienstag konnte jeder kommen.

Männer und Frauen, junge Leute und ältere Gäste – jeder war willkommen.

Von vier bis fünf Uhr gab es frischen Kaffee und Kuchen.

Das war damals etwas ganz Besonderes.

Viele Gäste kamen immer wieder. Sie fühlten sich bei uns wohl und gehörten irgendwann fast schon zur Familie.

Auch solche Veranstaltungen gehörten zum King’s Pub.

Wir haben einfach vieles ausprobiert und uns nicht immer an das gehalten, was andere vielleicht von einer Kneipe erwartet hätten.

Und genau das machte den King’s Pub aus.

Nachts um halb fünf – und die Polizei vor der Tür

Eine letzte Geschichte handelt von unseren langen Nächten.

Damals war die Sperrstunde noch ganz anders geregelt als heute.

Wir mussten normalerweise bereits um ein Uhr nachts schließen.

Wenn wir am Wochenende bis zwei Uhr geöffnet haben wollten, mussten wir dafür – wenn ich mich richtig erinnere – ungefähr 40 oder 50 Mark bezahlen.

Dann durften wir freitags und samstags bis zwei Uhr geöffnet bleiben.

Aber natürlich war im King’s Pub um zwei Uhr nicht immer Schluss.

Wir hatten unsere dicken Vorhänge vor den Fenstern und Türen. Von außen konnte niemand sehen, was drinnen passierte.

Also machten wir einfach weiter.

Doch irgendwann merkten wir, dass die Polizei beziehungsweise die zuständigen Behörden unseren Laden offenbar genauer beobachteten.

Eines Nachts standen die Beamten plötzlich vor der Tür.

Sie warteten darauf, dass jemand herauskam.

Und als schließlich ein Gast die Tür öffnete und hinausgehen wollte, stellte einer der Beamten einfach seinen Fuß dazwischen.

Es war inzwischen ungefähr halb fünf Uhr morgens.

Damit war endgültig klar:

Wir waren erwischt worden.

Natürlich bekamen wir eine Anzeige beziehungsweise Ärger mit der Stadt Bad Salzuflen.

Das war damals nicht gerade angenehm.

Wir waren inzwischen bekannt – und trotzdem machte das Ordnungsamt bei solchen Dingen keine Ausnahme.

Heute ist das alles ganz anders geregelt. Da kann eine Gaststätte viel länger geöffnet haben, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Aber damals waren die Regeln streng.

Und so gehörten auch die nächtlichen Kontrollen und die Geschichten mit der Polizei irgendwie zum Leben im King’s Pub.

Wenn ich heute auf diese vielen Jahre zurückblicke, dann waren es nicht nur die großen Ereignisse, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Es waren vor allem die Menschen.

Die Stammgäste, die Freunde, die Fußballkameraden, die Bedienungen und all die anderen Menschen, die durch die Tür des King’s Pub gekommen sind.

Jeder brachte seine eigene Geschichte mit.

Und gemeinsam haben wir im King’s Pub unsere ganz eigene Geschichte geschrieben

Der Flug von Atlanta nach Mallorca – September 1995

Eine Nacht voller Aufregung – und ein Wiedersehen, das ich nie vergessen werde

Im September 1995 flogen wir zur großen Herbalife-Extravaganza in die USA. Für uns war es ein besonderes Erlebnis. Tausende Menschen aus aller Welt trafen sich, um neue Ideen kennenzulernen, erfolgreiche Menschen zu erleben und gemeinsam ein paar unvergessliche Tage zu verbringen.

Doch schon vor dem Rückflug hatte ich einen besonderen Plan.

Während meine Familie wieder nach Hause fahren sollte, wollte ich direkt nach Mallorca weiterfliegen. Dort verbrachten einige meiner besten Freunde bereits ihren Urlaub, und ich hatte mich kurzfristig entschlossen, noch ein paar Tage mit ihnen an der Playa de Palma zu verbringen.

Unser Rückflug führte zunächst von Atlanta nach Frankfurt. Mit an Bord waren meine Frau Barbara, mein Zwillingsbruder Erich, unsere jüngste Tochter Christin – von uns liebevoll „Tini“ genannt – sowie zwei Töchter meines Bruders.

Der Flug verlief problemlos und wir landeten pünktlich in Frankfurt.

Für mich begann nun jedoch eine lange Wartezeit. Rund vier Stunden musste ich auf meinen Anschlussflug nach Mallorca warten. Meine Familie verabschiedete sich von mir und machte sich mit dem Kleinbus auf den Heimweg nach Bad Salzuflen.

Ich hatte zum Glück nur eine kleine Reisetasche dabei – mehr brauchte ich für ein paar Tage Mallorca nicht.


Ein unerwartetes Problem

Der Flug nach Palma verlief ebenfalls ohne Schwierigkeiten.

Doch als ich am Flughafen Mallorca landete, begann das Abenteuer.

Am Gepäckband ging plötzlich nichts mehr. Irgendwo wurde gestreikt, und das Gepäck ließ ewig auf sich warten.

Eigentlich wollten mich meine Freunde direkt am Flughafen abholen, denn ich wusste gar nicht, in welchem Hotel sie untergebracht waren. Es war nur vereinbart worden, dass es ein RIU-Hotel an der Playa sein würde.

Als ich endlich meinen Koffer bekam und in die Ankunftshalle trat, war es bereits gegen zehn Uhr abends.

Meine Verspätung betrug inzwischen fast zwei Stunden.

Ich schaute mich überall um.

Niemand.

Keiner wartete mehr auf mich.

„Ach du Scheiße“, dachte ich.

„Was machst du denn jetzt?“


Auf eigene Faust zur Playa

Zum Glück kannte ich Mallorca inzwischen ziemlich gut.

Ich setzte mich in ein Taxi.

Der Fahrer fragte freundlich:

„In welches Hotel möchten Sie?“

Ich musste lachen.

„Das würde ich selbst gern wissen.“

Ich erklärte ihm, dass meine Freunde irgendwo in einem RIU-Hotel an der Schinkenstraße wohnten.

Also brachte er mich dorthin.

Als ich ausstieg, herrschte das übliche Leben an der Playa.

Die Schinkenstraße war brechend voll.

Musik, Menschen, Stimmen, Gelächter – überall war Betrieb.

Eigentlich hätte ich am liebsten sofort mitgefeiert.

Aber zuerst musste ich meine Freunde finden.


Das erste Hotel – und die große Überraschung

Ich überlegte kurz.

„Dann suche ich eben alle RIU-Hotels der Reihe nach ab.“

Das erste war das RIU Bravo, direkt hinter dem Bierkönig.

Ich ging mit meinem Koffer auf den Eingang zu.

Und plötzlich sah ich jemanden wild winken.

Es war Arndt Mönnekes.

„Kurt! Gott sei Dank!“

Wir fielen uns vor Freude in die Arme.

„Komm schnell mit“, rief Arndt.

„Es gibt ein Problem!“


Deine Frau glaubt, du bist verschwunden

Drinnen erklärte mir Arndt sofort, was passiert war.

Norbert hatte bei meiner Frau angerufen.

Da ich nicht am Flughafen erschienen war und niemand wusste, warum, glaubte man bereits, dass ich gar nicht gelandet sei.

Barbara machte sich natürlich große Sorgen.

„Ruf sofort zu Hause an!“

sagten die Jungs.

Ich schaute sie an und grinste.

„Moment mal…“

„Als Erstes trinke ich jetzt ein Bier.“

Nach fast sechzehn Stunden Reise, dem Umsteigen in den USA, dem langen Warten in Frankfurt und den Problemen auf Mallorca hatte ich einen unglaublichen Durst.

Dieses erste Bier schmeckte wahrscheinlich besser als jedes andere zuvor.


Der erlösende Anruf

Erst gegen halb eins nachts ging ich zum Telefon.

Handys gab es damals noch nicht.

Also rief ich im Anno 1571 an, unserem Lokal in Bad Salzuflen.

Barbara arbeitete an diesem Abend noch dort.

Als sie meine Stimme hörte, war sie den Tränen nahe.

„Wo bist du?“

„Wir dachten schon, dir wäre etwas passiert.“

Ich erklärte ihr ganz in Ruhe, dass ich zwar pünktlich gelandet war, aber wegen des Gepäckstreiks und der langen Suche nach meinen Freunden viel später angekommen war.

Mit jedem Satz wurde ihre Stimme ruhiger.

Erst als sie wusste, dass alles in Ordnung war, fiel ihr ein riesiger Stein vom Herzen.

Und ehrlich gesagt…

auch mir.


Eine lange Nacht unter Freunden

Nachdem das Missverständnis geklärt war, ging ich zurück zu meinen Freunden.

Mit Norbert, Wolfgang, Arndt und den anderen saß ich noch viele Stunden zusammen.

Wir erzählten Geschichten, lachten, tranken Bier und freuten uns einfach, wieder gemeinsam auf Mallorca zu sein.

Die Zeit verging wie im Flug.

Irgendwann bemerkte ich, dass es draußen bereits wieder hell wurde.

Erst im Morgengrauen ging ich schließlich auf mein Zimmer und fiel todmüde ins Bett.


Rückblick

Heute denke ich oft an diese Reise zurück.

Eigentlich hatte alles ganz harmlos begonnen.

Doch ein verspäteter Koffer, ein verpasster Treffpunkt und fehlende Handys sorgten dafür, dass sich meine Familie große Sorgen machte.

Zum Glück ging am Ende alles gut aus.

Es wurde eine aufregende Nacht voller Emotionen, Freundschaft und Erleichterung.

Und sie zeigte mir einmal mehr, wie schnell aus einer kleinen Verzögerung eine Geschichte werden kann, die man ein Leben lang nicht vergisst.

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